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Bootsurlaub mit der Diara

Eine Woche im Juli 2015 mit der Yacht Diara

Schon im Oktober 2014 machten wir uns auf die Suche nach einer kleinen passenden Charteryacht für 2 Personen für eine Woche Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern und durchstöberten das Internet. Das Boot sollte möglichst ein Doppelbett haben sowie einen von der Toilette getrennten Duschraum. Es gibt natürlich viele Yachten, die so aufgeteilt sind, die meisten sind jedoch zu groß für 2 Personen und natürlich auch in der Hauptsaison nicht ganz billig. Dann sahen wir auf den Webseiten von Palme Marin Charter die „Diara“. Ein 9,80 m langes GFK Boot mit genau dieser gewünschten Aufteilung – obendrein noch Bug- und Heckstrahlruder und das Ganze zu einem fairen Preis.

Wir besuchten dann zunächst die Hanseboot in Hamburg und dort auch den Messestand von Palme Marin Charter. Die freundliche Dame zeigte uns erneut die Aufteilung der Diara. Worauf sollten wir denn nun eigentlich noch warten? Die Zeit vom 11. bis 18. Juli war noch frei und so buchten wir das Boot direkt am Messestand und bekamen sogar noch freundlicher Weise einen Frühbucher-Messerabatt.

11. Juli 2015

Endlich war es soweit: Auf geht’s nach Malchow, die Diara chartern! Die Wetterprognosen waren für die ersten Tage durchwachsen, die zweite Hälfte der Woche versprach aber Sonnenschein und wenig Wind. Schnell, nett und unkompliziert wurde im Büro das Check-In durchgeführt und wir bekamen eine Einweisung, wie das Schiff zu bedienen ist und wo wir alles Nötige für einen schönen Urlaub finden.

Eigentlich wollten wir noch direkt an dem Abend nach Plau fahren und dort die Nacht im Stadthafen verbringen, leider wurde es dann doch alles ein bisschen zu spät, so dass wir uns dazu entschieden, die erste Nacht in Malchow zu verbringen. Also fuhren wir mit dem Auto in die Altstadt von Malchow, um dort zu Abend zu essen. Malchow ist ein sehr schöner Ort und er liegt idylisch am Malchower See. Seine bekannte Drehbrücke öffnet zu jeder vollen Stunde um den Weg Richtung Fleesensee, Kölpinsee und zur Müritz oder von der anderen Seite Richtung Plauer See freizugeben.

Diara Außenansicht

12. Juli 2015

Aufgrund des großen und bequemen Doppelbettes verbrachten wir eine angenehme erste Nacht auf der Yacht und würden nun immer nervöser, da wir ja nun bald das erste Mal dieses fast 10m lange Boot aus dem kleinen Yachthafen hinauszirkeln müssen. Zum Glück war die ganze Woche über wenig Wind. Da GFK-Boote ja leichter sind als Stahlverdränger, sind diese auch windanfälliger.

Dank des Bug- und Heckstrahlruders war es aber überhaupt kein Problem, das Boot aus dem Hafen zu manövrieren. Bei langsamer Hafenfahrt reagiert das Ruder eh fast gar nicht. Also lässt man im Hafen einfach die Hände vom Ruder und konzentriert sich auf den Ganghebel und die beiden Seitenstrahlruder. Damit kann man die Diara wirklich auf „dem Teller drehen“ und das Manövrieren ist – zumindest wenn wenig Wind ist – ein echtes Kinderspiel. Man sollte sich beim Manövrieren im Hafen hinstellen, dann hat man einen besseren Überblick.

Unser erster Törn war dann Richtung Osten durch den Petersdorfer See, vorbei am Lenzer Yachthafen Richtung Plau eingeplant. Auf dem Plauer See angekommen machten wir erst einmal ein paar Übungen, um zu verstehen, wie die Diara zum Beispiel bei Rückwärtsfahrt reagiert. Da das Boot mit Ruderblatt und Welle ausgestattet ist, reagiert sie in Rückwärtsfahrt komplett anders als eine Yacht mit Z-Antrieb oder Außenborder. Hieran sollte man sich erst einmal gewöhnen, damit man beim Anlegen keinen Fehler macht.

Tipp 1:

Im Hafen das Ruder auf geradeaus stellen (über die Ruderstandsanzeige ist das klar erkennbar) und nur noch mit dem Ganghebel und den beiden Seitenstrahlrudern manövrieren.

Wir entschlossen uns dann doch die Fahrt Richtung Plau abzubrechen und den Törn Richtung Warener Stadthafen fortzusetzen, um in Waren einzukaufen und dort die Nacht zu verbringen.

Tipp 2:

Im Plauer See ist im Süd-Osten bei Suckow eine sehr romantische Ankerbucht. Auf dem Weg dorthin sind zwei Untiefen zu umfahren, die aber deutlich mit entsprechenden gelb/schwarzen Tonnen (Kardinalzeichen) gekennzeichnet sind.

Die schmale Drehbrücke in Malchow stellte sich als kleines Highlight des Urlaubs dar. Sie öffnet zu jeder vollen Stunde, zunächst für die Boote, die aus Richtung Fleesensee / Malchower See kommen und dann für die, die aus Richtung Plauer See / Petersdorfer See kommen. Da wir noch 30 Minuten Zeit bis zum Öffnen der Schleuse hatten, legten wir kurz vor der Schleuse an und warteten auf die nächste Öffnung. Viele Boote legen auch gar nicht erst an, sondern warten einfach direkt im See auf die nächste volle Stunde zur Durchfahrt.

Um von Malchow aus nach Waren zu kommen, fährt man zunächst durch den Malchower See, der in den Fleesensee übergeht. Am Südufer des Fleesensees befinden sich zwei kleine Yachthäfen. Der westlichere von beiden hat auch eine Tankstelle, eine Vorrichtung zum Absaugen der Fäkalien und Frischwasser zum Nachtanken. Durch den kleinen Fleesenkanal geht es weiter in Richtung Kölpinsee, von dem im Nord-Osten der romantische Jabelsche See abgeht. Doch dazu später mehr. Der Kölpinsee ist im nördlichen Abschnitt teilweise recht flach. Wenn man im Kölpinsee ankern möchte, sollte man das lieber im südlichen Teil tun – hier am besten in der Nähe der Einfahrt zum Reeckkanal, der im Osten in den Kölpinsee mündet.

Im Reeckkanal befindet sich auch die Marina Eldenburg. In der Hochsaison ist es hier oft recht voll. Wenn man dort anlegen oder übernachten möchte, sollte man vorher anrufen und fragen, ob ein Platz frei ist.
Vom Reeckkanal aus geht es dann auf die Binnenmüritz. Man erkennt sofort die Stadtsilhoutte von Waren mit dem Kirchturm. Es empfiehlt sich generell, sich an die Betonnung zu halten und im Fahrwasser zu bleiben. Die gesamte Seenplatte ist gut mit Tonnen ausgestattet, an denen man sich orientieren kann.

Auch das Anlegen im Warener Stadthafen war Dank der beiden Seitenstrahlruder kein Problem. Es empfiehlt sich jedoch vor der Einfahrt in den Hafen zu prüfen, ob nicht gerade ein Fahrgastschiff ausläuft. Die Berufsschiffer haben Vorfahrt und nehmen diese auch ohne Pardon in Anspruch.

Diara Plicht
Kleiner Hafen Malchow
Müritz
Stadthafen von Waren
Malchow-Waren

13. Juli 2015

Leider startete der Tag etwas feucht und es regnete. Unsere Wettervorhersage-App auf dem Handy zeigte aber an, dass es zum Nachmittag hin aufklaren würde. Also ging’s im Stadthafen erstmal zum Duschen und Brötchenholen. Es ist nett zu beobachten, wie so eine Marina langsam „zum Leben erwacht“, immer mehr Leute am Ufer spazieren gehen und die Boote und Yachten ein- und auslaufen.

Tipp 3:

Unbedingt die Wetterverhältnisse des Tages prüfen. Bei aufkommendem Sturm oder möglichem Gewitter sollte man im Hafen bleiben. Speziell die Müritz kann bei Wind zu einem wirklich ungemütlichen See werden.
Heute soll uns die Diara in Richtung Klink, dann Sietow und zum Übernachten nach Röbel schippern. Es geht also auf die große Müritz, wo wir uns an den grünen Fahrwassertonnen im Westen des Sees orientieren. Übrigens haben wir zusätzlich zur Unterstützung zu den Karten für die Navigation ein Notebook mit GPS-Mouse benutzt. Wie das kostengünstig zu machen ist, erkäre ich im Anhang dieses Urlaubsberichtes.

Das Schloss Klink ist ein sehr schönes Gebäude und schon von weitem von der Müritz her zu erkennen. Wir nutzten den Tag, um uns das Schloss anzusehen und auf der Terrasse ein alkoholfreies Bier zu trinken. Jetzt zeigte sich die Sonne endlich auch manchmal und wir hatten von der Terrasse des Schlossrestaurants aus einen wundervollen Blick auf die Müritz.

Nun Stand „Sietow“ auf dem Programm. Sietow hat einen kleinen und sehr ruhigen, beschaulichen Hafen, der aber genügend Platz zum Manövrieren bietet. Man hat das Gefühl, dass man hier abseits des Tourismus ist und kann sich wunderbar bei frischem Fisch und einem Glas Wein entspannen und in die Ferne Richtung Müritz sehen.

Nach einer sehr erholsamen Urlaubsstunde in Sietow heißt es wieder „Leinen los“ und ablegen Richtung Röbel.

Schon letztes Jahr haben wir die Einfahrt in den Stadthafen von Röbel sehr genossen. Es ist ein sehr schönes Gefühl sich mit einer kleinen Motoryacht von der großen Müritz aus kommend dem Stadthafen von Röbel zu nähern.

Schon von weitem erkennt man die beiden Kirchtürme der Stadt und geniest mit sinniger Kanalfahrt das Einlaufen in den kleinen Sportboothafen.

Hier und da begegnet man einem der Fahrgastschiffe und die Urlauber winken fröhlich herüber.

Der Stadthafen von Röbel selbst ist für Sportbootfahrer allerdings nicht besonders gut ausgestattet. Der Hafen selbst hat hervorragende Anleger, allerdings gab es aber z. B. nicht genügend Steckdosen für alle Liegeplätze. So haben wir einem anderen Freizeitkapitän und seinen 3 Freunden mit 2 Verlängerungen aushelfen müssen, damit die recht große Yacht auch mit Strom versorgt werden konnte.

Außerdem gibt es im Stadthafen nur eine Dusche, die morgens natürlich oft besetzt ist. Die bessere Alternative zum Übernachten ist daher eigentlich der Yachthafen von Röbel selbst, den man etwa 500m vor dem Stadthafen auf der Steuerbordseite sieht.

Hafen Schloss Klink
Schlossterrasse Klink
Sietow
Yachthafen Röbel
Waren-Klink-Sietel-Röbel

14. Juli 2015

Letztes Jahr waren wir schon am Mirower See und der durfte auch dieses Mal nicht fehlen. Von Röbel aus ging es wieder in Richtung Müritz und dort „einmal um die Ecke“ in Richtung Süden in die „kleine Müritz“. Von dort aus führt ein Kanal in Richtung Mirow und wir mussten die einzige Schleuse unseres Urlaubes passieren.

Im Mirower Kanal begegnen einem wirklich urige Fahrzeuge. Tretboote, die aussehen wie Traktoren oder Lounge Terrassen mit Außenborder, merkwürdige schwimmende „Schuhkartons“, schwimmende Wohnwagen u. s. w. .

Im Mirower Kanal geht es ruhig zu. Langsam lässt man die Natur an sich vorbeiziehen und begrüßt sich freundlich, wenn man aneinander vorbeifährt.

Vor der Mirower Schleuse muss man in der Hochsaison schon ein wenig Zeit mitbringen. Je nachdem wie viele Boote vor der Schleuse warten, kann es schon mal so ein bis zwei Stunden dauern, bis die beiden Lampen grün zeigen und man in die Schleuse einfahren darf.

Auch hier hat die Berufsschifffahrt Vorrang und so hatten wir die Situation, dass wir und andere Boote nicht einfahren konnten, weil ein Fahrgastschiff an uns vorbei fuhr und einschleuste.

Wer keine Zeit hat, für den ist ein Bootsurlaub aber wohl eh nicht das Richtige. Genau das ist es ja, was einen Bootsurlaub ausmacht. Zeit haben, keine Hektik, keinen Stress und keine Termine! Dann ist man eben halt erst ein bisschen später am nächsten Törnziel.

Wir wollten am Strandhotel Mirow festmachen, doch leider war der komplette Anleger belegt. Also sind wir, zusammen mit anderen Booten aus der Schleuse, bis zum Yachthafen Mirow gefahren.

Dort gab es noch ein paar wenige Liegeplätze, in die man vorsichtig hineinfahren musste, da der Hafen relativ eng für größere Boote ist.

Mirower Kanal
Schleuse in Mirow
Yachthafen am Mirower See
Röbel-Mirow

15. Juli 2015

Nach einem entspannten Frühstück mit frischen Brötchen und Blick auf den Mirower See gings dann wieder zurück durch die Mirower Schleuse und durch den Mirower Kanal in Richtung Müritz.

Vor der Schleuse mussten wir 2 Schleusendurchgänge abwarten, bevor wir dann in die Schleuse einfahren konnten. Hier herrscht halt reger Betrieb, wenn man nicht gerade der frühe Vogel sein will, um den Wurm zu fangen.

Aber auch auf der Rückfahrt durch den Mirower Kanal galt für uns das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ und so hatten wir halt vor der Schleuse festgemacht, genossen die Stille der Seenlandschaft oder sprachen kurz mit ein paar „Schleusen-Nachbarn“.

Es geht alles ruhig und gemütlich zu bei einem Bootsurlaub – und genau das ist es ja gerade, was den Charme ausmacht.

Für diesen Tag hatten wir eh nur einen kurzen Törn geplant: vom Mirower Yachthafen zur Marina Müritz, die am südlichen Ende der Müritz liegt.

Also hatten wir viel Zeit und schipperten sinnig den Mirower Kanal entlang bis wir zurück auf der großen Müritz waren und steuerten von dort aus die Tonnen an, die den Weg zur Marina Müritz weisen.

Diese Marina liegt hinter einem ca. 170m langen Kanal, der durch eine Steinmohle vor der Müritz geschützt ist. So sind in diesem kleinen Hafen – selbst bei viel Wind auf der Müritz – immer „Ententeichbedingungen“ und man kann in Ruhe die Yacht in die Gastanlegerplätze zirkeln.

Durch die hohen Bäume um die Marina herum gelangt auch nicht viel Wind an die Anleger.

Kleiner Kanal in die Marina Müritz
Abendsonne auf dem Achterdeck
Marina Müritz
Mirow-Marina Müritz

16. Juli 2015

Eigentlich war das alles ein bisschen anders geplant aber es kommt ja irgendwie sowieso immer anders als man meint. Ursprünglich wollten wir noch eine Nacht in Sietow verbringen, wir entschieden uns dann aber dazu doch direkt bis zum Jabelschen See durchzufahren. Vorher noch wieder ein kleiner Einkaufsstop im Warener Stadthafen.

Da ich immer ein bisschen Respekt vor der großen Müritz habe, sahen wir uns noch einmal genau die Wetterbedingungen an. Windstärke 2 aus West. Perfekt! Es ist kaum Wind angesagt. Wir entschlossen uns dazu die Müritz direkt durch die Mitte zu überqueren. Hier half unser Notebook-Navi dann ungemein.

In der Müritz gibt es ein paar Untiefen, die mit entsprechenden Kardinalzeichen gekennzeichnet sind. Diese sollte man möglichst meiden. Wir steuerten also die Tonne der Müritzmitte an und hielten nach den Kardinalzeichen Ausschau.

Bei 10-12 km/h dauert es schon so eine Stunde, bis man die Mitte der Müritz erreicht und die Tonnen erkennen kann. Von der Müritzmitte aus steuert man im Fahrwasser dann etwa das Schloss Klink an um dann nach Osten in die Binnenmüritz abzudrehen.

Im Warener Stadthafen haben wir dann kurz festgemacht, um noch im Supermarkt für den Rest des Urlaubs einzukaufen.

Im Yachthafen am Jabelschen See kam sofort ein hilfsbereiter junger Mann auf uns zu und lotste uns in einen der freien Gastliegeplätze. Wir sagten ihm, dass wir gern vorwärts anlegen würden, damit wir vom Achterdeck aus den See genießen können. Er half uns dann mit ein paar wertvollen Tipps für diesen Anleger und nahm auch die Leinen entgegen, um die Yacht ohne Blessuren anlegen zu können. Dank Bug- und Heckstrahlruder auch hier wieder kein Problem.

Tipp 4:

Im Restaurant am Yachthafen des Jabelschen See gibt es Donnerstags und Freitags immer frischen gegrillten Fisch.
…und es war ein Donnerstag! Also haben wir einen Tisch reservieren lassen und dort abends sehr gut zubereiteten und gegrillten Fisch gegessen. In der Ferne unten im Yachthafen sahen wir die Diara am Anleger liegen.

Abschließend an diesem Tag haben wir dann noch die Stunden bis zur Dunkelheit genossen und vom Achterdeck aus bei Rotwein und Knabberkram auf den See geblickt. Es kam uns vor wie eine Wunschkulisse. Es zog eine Schwanenfamilie vorbei, dann kamen zwei Jungs in einem Ruderboot vorbei, eine schicke Yacht legte an, ein 15 PS Außenborder fuhr vorbei, Schwalben flogen über uns hinweg und in der Ferne hörte man überall Vogelstimmen.

Es wirkte fast so, als könne man eine Szenerie nach der anderen einfach noch „dazu buchen“. So in etwa „ich hätte gerne jetzt noch ein paar Enten“ u. s. w.. Ein traumhafter Abend, den wir nie vergessen werden!

Müritz_2
Reeckkanal von der Binnenmüritz in den Kölpinsee
Einfahrt vom Kölpinsee in den Jabelschen See
Anleger im Yachthafen im Jabelschen See
Mirow-Waren-Jabelscher See

17. Juli 2015

Da wir am 18. Juli noch auf einer Silberhochzeit eingeladen waren, haben wir uns dazu entschlossen die Diara schon am 17. Juli zurückzugeben. Wir waren für den Abend noch bei Palme Marin Charter auf einen Grillabend eingeladen, konnten aber leider aus diesem Grund nicht mehr teilnehmen.

Eine sehr nette Geste des Vercharterers, dieser Grillabend. Die Chartergäste können dann noch einmal untereinander das Erlebte bei einem Klönschnack austauschen und somit vielleicht Anregungen für den nächsten Törn sammeln.
Also hatten wir vor noch im Fleesensee ein bisschen zu ankern um dann im Süden des Sees, am Yachthafen, die Diara aufzutanken, mit Frischwasser zu befüllen und die Fäkalien absaugen zu lassen, bevor wir sie wieder an Palme Marin Charter zurückgeben.

Leider wurde am Ende dann doch die Zeit zum Ankern ein bisschen zu knapp und es drohte auch ein Gewitter aufzuziehen, so dass wir uns entschlossen, direkt vom Jabelschen See zum Tanken zu fahren um dann gleich weiter in Malchow die Yacht zurückzugeben. Wir mussten ja auch noch durch die Drehbrücke in Malchow, die ja nur jede volle Stunde öffnet.

Die Einfüllstutzen für Frischwasser und Diesel und der Stutzen zum Absaugen der Fäkalien sind bei der Diara nicht auf der gleichen Seite. Also mussten wir im Hafen das Boot um 180° drehen. Auch hier erwiesen sich die beiden Seitenstrahlruder wieder als echte Helfer – man kann das Boot damit wirklich auf dem Teller drehen und vorsichtig gegen den Anleger manövrieren.

Wir haben übrigens in der ganzen Zeit nur 80 Liter Diesel verbraucht, obwohl wir die gesamte Müritz bis nach Mirow überquert haben. Der 60 PS Diesel ist also ein wirklich sparsamer Motor.

Die Rückgabe der Yacht gestaltete sich dann ebenfalls als überaus problemlos. Der freundliche Mitarbeiter von Palme Marin Charter kam mit dem Übergabeprotokoll, wir zählten die Fender, prüften die Geräte und Bordelektronik, gingen gemeinsam um das Boot herum und besichtigten gemeinsam den Innenraum.

Zum Glück hatten wir aber auch wirklich nicht einmal die kleinste Malesche. Ich hätte diese dem Vercharterer auch gleich genannt – ich finde man sollte hier wirklich fair miteinander umgehen. So bekamen wir das Übergabeprotokoll und die Kaution zurück, packten unsere Sachen zusammen und fuhren top erholt Richtung Hamburg nach Hause.

Einfahrt zur Drehbrücke in Richtung Malchow
Yacht Diara Innen
Jabelscher See-Fleesensee-Malchow

Liebes Team von Palme Marin Charter,

wir bedanken uns ganz herzlich für das Vertrauen, den tollen Service und das hervorragend für 2 Personen geeignete Boot. Uns werden Sie so schnell nicht los – wir kommen wieder!

Der nächste Urlaub ist schon wieder gebucht! 

Herzliche Grüße, S. und B. Riemer

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